
Wasser als Informationsträger
Von Masaru Emoto bis zur modernen Wasserforschung
Wasser ist das Fundament unseres Lebens. Aus der Perspektive der klassischen Chemie ist es schlichtweg H₂O, eine Verbindung aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Doch je tiefer wir in die Biologie und Physik dieses Elements eintauchen, desto faszinierender wird es. Es verhält sich in vielerlei Hinsicht anomal und bricht zahlreiche physikalische Regeln, an die sich andere Flüssigkeiten halten.
Eine der spannendsten und gleichzeitig meistdiskutierten Fragen in der erweiterten Wasserforschung lautet: Hat Wasser ein Gedächtnis? Kann es Informationen aus seiner Umgebung aufnehmen, speichern und weitergeben? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lohnt sich ein Blick auf die populären Pioniere dieses Gedankens und darauf, wo die moderne Wissenschaft heute steht.
Der Pionier der Wasserkristalle: Masaru Emotos Vision
Wenn es um das Thema Wasser und Information geht, fällt unweigerlich ein Name: Dr. Masaru Emoto. Der japanische Forscher brachte in den 1990er Jahren eine Idee in die Öffentlichkeit, die weltweit Millionen Menschen faszinierte.
Emoto fror Wassertropfen ein und fotografierte die entstandenen Eiskristalle unter dem Mikroskop. Seine Prämisse war ebenso einfach wie revolutionär: Er behauptete, dass Wasser auf äußere Einflüsse, Emotionen und sogar auf geschriebene Worte reagiert.
- Wasserkristalle, die mit Begriffen wie „Liebe“ oder „Dankbarkeit“ beschriftet oder mit klassischer Musik beschallt wurden, zeigten laut Emoto harmonische, komplexe und wunderschöne geometrische Formen.
- Wasser, das mit negativen Worten oder disharmonischen Klängen konfrontiert wurde, wies chaotische, unvollständige und asymmetrische Strukturen auf.
Emotos Bilder gingen um die Welt und schufen ein völlig neues Bewusstsein dafür, wie sensibel Wasser möglicherweise auf Schwingungen und Resonanzen reagiert.
Die Skepsis der klassischen Forschung
Dass die klassische Wissenschaft Emotos Arbeiten mit großer Skepsis begegnet, wollen wir gar nicht abstreiten. Aus Sicht der strengen Methodik fehlten unabhängige Doppelblindstudien, und die Reproduzierbarkeit seiner Ergebnisse wurde oft infrage gestellt. Kritiker merkten an, dass die Kristallbildung stark von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der subjektiven Auswahl der schönsten Fotos abhing.
Doch selbst wenn man Emotos Arbeit rein als metaphorisches oder philosophisches Kunstwerk betrachtet, hat sie etwas Entscheidendes bewirkt: Sie hat den Blick dafür geöffnet, dass Wasser kein toter, starrer Stoff ist. Es ist ein dynamisches, interagierendes Medium. Und genau hier setzt die moderne, seriöse Biophysik an.
Moderne Wasserforschung: Die Struktur im Fokus
Wenn wir die Ebene der Eiskristalle verlassen und uns auf die molekulare Ebene begeben, finden wir tatsächlich Mechanismen, die einem „Gedächtnis“ oder einer Informationsübertragung erstaunlich nahekommen.
Die klassische Physik weiß, dass sich H₂O-Moleküle durch sogenannte Wasserstoffbrückenbindungen blitzschnell zu Netzwerken, den sogenannten Clustern, zusammenschließen. Diese Strukturen verändern sich in Bruchteilen von Pikosekunden. Doch neuere Forschungszweige zeigen, dass Wasser durchaus in der Lage ist, übergeordnete, stabilere Strukturen zu bilden:
Die Stuttgarter Wassertropfen
Am Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Kröplin jahrzehntelang erstaunliche Beobachtungen gemacht. Die Forscher ließen Wassertropfen trocknen und untersuchten die verbleibenden Strukturen unter dem Dunkelfeldmikroskop. Das Ergebnis: Die Struktur des getrockneten Tropfens veränderte sich signifikant, je nachdem, welche Person das Wasser zuvor ins Glas gefüllt hatte oder welchen Umwelteinflüssen, wie elektromagnetischen Feldern oder sogar ins Wasser gelegten Blüten, es ausgesetzt war. Das Wasser schien ein spezifisches, physikalisches Abbild seiner Umgebung zu erzeugen.
Der vierte Aggregatzustand
Auch die Arbeiten des Bioingenieurs Prof. Gerald Pollack von der University of Washington revolutionieren aktuell unser Verständnis. Er entdeckte die sogenannte Exclusion Zone (EZ-Wasser). An hydrophilen, also wasserliebenden, Oberflächen, wie sie überall in unseren Zellen vorkommen, strukturiert sich Wasser neu. Es nimmt eine flüssigkristalline Form an, die chemisch eher der Formel H₃O₂ entspricht. Diese Schicht filtert Verunreinigungen heraus, speichert Energie aus Licht und agiert im Grunde wie eine winzige biologische Batterie.
Was bedeutet das für unser Trinkwasser?
Wenn wir anerkennen, dass Wasser in der Lage ist, physikalische Strukturen auszubilden und auf Umwelteinflüsse, elektromagnetische Felder oder Oberflächen zu reagieren, bekommt das Thema Wasserqualität eine völlig neue Dimension.
Es reicht dann nicht mehr aus, Wasser nur im Wasserwerk chemisch von Schadstoffen zu befreien. Wir müssen uns fragen, welche strukturellen „Erinnerungen“ das Wasser mitbringt, wenn es:
- unter hohem Druck durch kilometerlange, unnatürlich gerade Rohre gepresst wird.
- an Rückständen von Medikamenten oder Schwermetallen vorbeifließt.
- ständigen unnatürlichen Frequenzen ausgesetzt ist.
Aus dieser Betrachtungsweise heraus wird verständlich, warum immer mehr Menschen ihr gereinigtes Wasser im letzten Schritt revitalisieren oder strukturieren, beispielsweise durch Verwirbelung, wie wir es in einem vorherigen Artikel betrachtet haben. Es geht darum, dem Wasser seine natürliche, geordnete und vitale Struktur zurückzugeben, die es für unsere zelluläre Gesundheit so dringend benötigt.
Wasser ist und bleibt ein Mysterium, doch je genauer wir hinsehen, desto deutlicher wird: Es reagiert auf die Welt, in der es fließt.
